Viele Patientenbesitzer und Tierärzte suchen nach unterstützenden Therapien, die zusätzlich zur Behandlung mit dendritischen Zellen eingesetzt werden können. Es gibt zahlreiche Therapieansätze, auch das Zusammenspiel von Immunologie mit Chirurgie, Bestrahlungsbehandlung und anderen Therapien muss beachtet werden sollten.
Die Behandlung mit der dendritischen Zelltherapie kann durch unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten unterstützt oder begleitet werden:
- Unterstützung durch weitere Arzneimittel, um die gelegentlichen Nebenwirkungen zu behandeln und unterstützende/begleitende Behandlungsmethoden zu verfolgen:
- Antibiotika (Fluoroquinole),
- (Kurzzeit-) Corticoide (z.B. in der Lymphombehandlung, Ziel der dendritischen Zellbehandlung ist dabei die notwendige Menge der Corticoidgabe weitgehends zu vermindern
- Schmerzmittel (z. B. Metamizol oder Meloxicam), Infusionen
- Strahlentherapie: Bei vielen Tumoren, z.B. Haut- und Mundhöhlentumoren, kann die Bestrahlung als zusätzliche Therapiemaßnahme eingesetzt werden.
- Chemotherapie: Derzeit liegen noch keine Ergebnisse für die Kombination der dendritischen Zelltherapie mit einer Chemotherapie vor. Studien hierzu laufen. Aus der Humanmedizin wissen wir, dass beide Therapieformen gut kombiniert werden können. So kann die dendritische Zelltherapie nach einer Chemotherapie bei wieder ansteigender Leukozytenzahl zur Unterstützung eingesetzt werden. Resistenzen gegen ein Chemotherapieprotokoll werden gemindert.
- Elektrochemotherapie hat sich sehr bewährt zusammen mit der Gabe der dendritischen Zelltherapie
- Ozontherapie kann zusammen mit der DC-Therapie genutzt werden.
- Tyrosinkinasehemmer werden bei humanen Tumorpatienten zusammen mit der DC-Therapie genutzt. Im tiermedizischen Bereich werden die Tyrosinkinasehemmer Palladia ® und Masivet®) eingesetzt. Mehr Informationen zum Cox-2 Hemmer Masivet und dem Einsatz bei unterschiedlichen Tumorarten: https://www.immune-therapy.vet/tierarzt/cox-2-hemmer
- Paramunisierung (Zylexis®) kann vor der DC-Therapie und etwa 4 Tage nach der DC-Therapie genutzt werden.
- Naturheilkundliche Verfahren wie zum Beispiel Akupunktur, Homöopathie oder Homotoxikologie, Sanum-Kehlbeck-Produkte (Sanukehl, Vetokehl) können unbedenklich zusammen mit DC-Behandlungen genutzt werden
- Hyperthermie: Wenn die Möglichkeit einer hyperthermischen Behandlung besteht, sollte die Therapie am besten am Tag vor der DC-Behandlung erfolgen.
- Interferone sind als „danger signals“ teilweise zusätzlich bei der DC-Therapie eingesetzt worden. Dabei werden alpha- und beta-Interferone beim Menschen verwendet. Das handelsübliche Omega-Interferon für die Tiermedizin wurde noch nicht in Zusammenhang mit der DC-Therapie getestet. Es ist davon auszugehen, dass schon sehr geringe Mengen Interferon einen deutlich positiven Zusatzeffekt in der Tumorbehandlung mit dendritischen Zellen erzielen könnten.
- Ernährung: Die Ernährung des Patienten sollte analysiert und individuell auf die Tumor-Erkrankung und die sonstigen Lebensumstände des Tieres angepasst werden. Die Ernährung hat einen großen Einfluss auf den Stoffwechsel des Patienten und somit auch auf die Stabilität des Immunsystems.
Gerne optimieren wir zusammen mit Ihrem Haustierarzt die Abfolge der einzelnen Therapien. Oder helfen auch für eine dauerhafte Behandlungsfolge.
Begleittherapie mit BASIC
Viele Patientenbesitzer möchten gerne zusätzliche Aufbauprodukte für Ihre Tiere während der Tumorbehandlung einsetzen. Während der Zeit der dendritischen Zelltherapie beraten wir Sie gerne dazu. Für uns ist es wichtig die über den Behandlungsplan hinaus eingesetzten Präparate kennenzulernen.
Wir empfehlen während der Behandlungsphasen den Einsatz von Astoral BASIC, einem Produkt zur Unterstützung der Versorgung Ihres Tieres mit Mikronährstoffen, Radikalenfängern und Kurkuma. BASIC erhalten Sie bei Ihrem Tierarzt oder online bei FeedMyAnimal.
Dr. Thomas Grammel ist Tierarzt aus Osterode am Harz. Er führte die Tierklinik Dr. Grammel in zweiter Generation seit 1989. Im Jahre 2019 hat er sie an seine Schwiegertochter Marina Grammel und seinen Sohn Dr. Lukas Grammel übergeben (heute Tiergesundheitszentrum Südharz). Im Schwerpunkt betreut heute Dr. Thomas Grammel deutschlandweit Tiere mit unterschiedlichen Tumorerkrankungen. Dabei behandelt er die Tiere selber vor Ort in Osterode im TGZ Südharz, er berät deutschlandweit aber auch Kolleginnen und Kollegen sowie Patientenbesitzer zur immunologischen Behandlung mit dendritischen Zellen bei erkrankten Tieren. Wichtig ist dabei immer die partnerschaftliche Zusammenarbeit im Sinne der Vierbeiner. Dr. Grammel hat an zahlreichen Kongressen im In- und Ausland teilgenommen und seine Arbeit erfolgreich vorgestellt.