Tumorerkrankung

Symptome eines Darmtumors beim Hund

Die Symptome eines Darmtumors beim Hund sind anfangs meist unspezifisch: Durchfall, Erbrechen oder Verstopfung können viele — und deutlich harmlosere — Ursachen haben. Verdächtig ist der Verlauf: Die Beschwerden halten über Wochen an, kehren immer wieder oder wechseln sich ab, und eine übliche Behandlung, etwa mit Antibiotika gegen eine vermutete Darmentzündung, bringt keine dauerhafte Besserung. Je nach Sitz des Tumors im Dünn- oder Dickdarm unterscheiden sich die Anzeichen.

Verdauungsprobleme

Der Darm verarbeitet die Nahrung und scheidet die unverdaulichen Reste aus — deshalb machen sich Tumoren zuerst über die Verdauung bemerkbar. Typisch sind lang anhaltender oder immer wiederkehrender Durchfall, im Wechsel damit Verstopfung, Übelkeit und Erbrechen. Bei Tumoren der hinteren Darmabschnitte kommen Pressen beim Kotabsatz und bleistiftdünn geformter Kot hinzu. Wächst der Tumor weiter, kann er den Darm verlegen — ein Darmverschluss (Ileus) ist ein Notfall und macht sich durch heftiges Erbrechen, ausbleibenden Kotabsatz und ein gespanntes, schmerzhaftes Abdomen bemerkbar.

Schildern Sie uns den Fall Ihres Vierbeiners

Kostenlose Erstberatung bei Tumorerkrankungen durch unser tierärztliches Team — in der Regel innerhalb eines Werktages.

Wie möchten Sie Kontakt aufnehmen?

Unser Telefon ist gerade nicht besetzt — wir rufen Sie am nächsten Werktag zurück.

Unser Telefon ist noch nicht besetzt — wir rufen Sie heute ab 8:30 Uhr zurück.

Liegt schon eine Diagnose vor? (optional)

E-Mail oder Telefon — eins genügt.

Lieber direkt sprechen? 05522 9182582, Montag bis Freitag 08:30–17:00 Uhr.

Blut im Kot

Blutbeimengungen im Kot sind ein ernstzunehmender Hinweis: Frisches, rotes Blut spricht für eine Blutungsquelle in den hinteren Darmabschnitten, während schwarzer, streng riechender, glänzender Kot (Teerstuhl) auf verdautes Blut aus Magen oder Dünndarm hindeutet. Auch schleimige Auflagerungen kommen vor.

Fress- und Trinkverhalten

Viele Hunde fressen wegen der Schmerzen schlechter oder verweigern das Futter; der daraus folgende Gewichtsverlust kann bis zur Abmagerung reichen. Manche Tiere trinken auffällig mehr und setzen entsprechend mehr Urin ab.

Unspezifische Symptome

Daneben können Anzeichen auftreten, die sich keinem Organ direkt zuordnen lassen: Mattigkeit, Teilnahmslosigkeit (Apathie), verminderte Leistungsbereitschaft, stumpfes Fell oder flächiger Fellausfall. Wesensveränderungen sind häufig Ausdruck von Schmerzen — ein sonst umgänglicher Hund kann bei Berührung des Bauches knurren oder schnappen. Solche Veränderungen sollten immer Anlass sein, der Ursache auf den Grund zu gehen.

Symptome durch Metastasen

Bildet der Tumor Tochtergeschwülste (Metastasen) — bevorzugt in den Bauchlymphknoten und der Leber —, können je nach betroffenem Organ weitere Beschwerden hinzukommen. Je früher die Diagnose gestellt wird, desto eher lässt sich das verhindern.

Wann zum Tierarzt?

Bei Durchfall oder Erbrechen, die länger als ein bis zwei Wochen bestehen oder immer wiederkehren, bei Blut im Kot, anhaltendem Gewichtsverlust oder zunehmender Mattigkeit sollte ein Tierarzt aufgesucht werden — insbesondere bei Hunden ab dem mittleren Alter. Die Abklärung erfolgt über Blutbild, Ultraschall, gegebenenfalls Computertomographie und eine Biopsie (Gewebeprobe). Die Behandlungsmöglichkeiten sind auf der Übersichtsseite zum Darmtumor beim Hund dargestellt.

Quellen

Selmic LE (2020): Intestinal Tumors. In: Vail DM, Thamm DH, Liptak JM (Hrsg.): Withrow & MacEwen’s Small Animal Clinical Oncology. 6. Aufl., St. Louis, MO, Elsevier, 460–468.

Kessler M (2022): Tumoren des Dünndarms; Tumoren des Kolons und Rektums. In: Kessler M (Hrsg.): Kleintieronkologie. 4. Aufl., Stuttgart, 443–452.

Schildern Sie uns den Fall Ihres Vierbeiners

Kostenlose Erstberatung bei Tumorerkrankungen durch unser tierärztliches Team — in der Regel innerhalb eines Werktages.

Wie möchten Sie Kontakt aufnehmen?

Unser Telefon ist gerade nicht besetzt — wir rufen Sie am nächsten Werktag zurück.

Unser Telefon ist noch nicht besetzt — wir rufen Sie heute ab 8:30 Uhr zurück.

Liegt schon eine Diagnose vor? (optional)

E-Mail oder Telefon — eins genügt.

Lieber direkt sprechen? 05522 9182582, Montag bis Freitag 08:30–17:00 Uhr.

Häufige Fragen

Woran erkenne ich einen Darmtumor bei meinem Hund?

Die Symptome sind anfangs meist unspezifisch: Durchfall, Erbrechen oder Verstopfung können viele — und deutlich harmlosere — Ursachen haben. Verdächtig ist der Verlauf: Die Beschwerden halten über Wochen an, kehren immer wieder oder wechseln sich ab, und eine übliche Behandlung, etwa mit Antibiotika gegen eine vermutete Darmentzündung, bringt keine dauerhafte Besserung.

Welche Verdauungsprobleme sind typisch für einen Darmtumor?

Typisch sind lang anhaltender oder immer wiederkehrender Durchfall, im Wechsel damit Verstopfung, Übelkeit und Erbrechen. Bei Tumoren der hinteren Darmabschnitte kommen Pressen beim Kotabsatz und bleistiftdünn geformter Kot hinzu. Wächst der Tumor weiter, kann er den Darm verlegen — ein Darmverschluss (Ileus) ist ein Notfall und macht sich durch heftiges Erbrechen, ausbleibenden Kotabsatz und ein gespanntes, schmerzhaftes Abdomen bemerkbar.

Was bedeutet Blut im Kot beim Hund?

Blutbeimengungen im Kot sind ein ernstzunehmender Hinweis. Frisches, rotes Blut spricht für eine Blutungsquelle in den hinteren Darmabschnitten, während schwarzer, streng riechender, glänzender Kot (Teerstuhl) auf verdautes Blut aus Magen oder Dünndarm hindeutet. Auch schleimige Auflagerungen kommen vor.

Verändert sich das Fress- und Trinkverhalten bei einem Darmtumor?

Viele Hunde fressen wegen der Schmerzen schlechter oder verweigern das Futter; der daraus folgende Gewichtsverlust kann bis zur Abmagerung reichen. Manche Tiere trinken zudem auffällig mehr und setzen entsprechend mehr Urin ab.

Welche unspezifischen Anzeichen können auf einen Darmtumor hinweisen?

Möglich sind Mattigkeit, Teilnahmslosigkeit (Apathie), verminderte Leistungsbereitschaft, stumpfes Fell oder flächiger Fellausfall. Wesensveränderungen sind häufig Ausdruck von Schmerzen — ein sonst umgänglicher Hund kann bei Berührung des Bauches knurren oder schnappen. Solche Veränderungen sollten immer Anlass sein, der Ursache auf den Grund zu gehen.

Wann muss ich mit meinem Hund zum Tierarzt?

Bei Durchfall oder Erbrechen, die länger als ein bis zwei Wochen bestehen oder immer wiederkehren, bei Blut im Kot, anhaltendem Gewichtsverlust oder zunehmender Mattigkeit sollte ein Tierarzt aufgesucht werden — insbesondere bei Hunden ab dem mittleren Alter. Die Abklärung erfolgt über Blutbild, Ultraschall, gegebenenfalls Computertomographie und eine Biopsie (Gewebeprobe). Je früher die Diagnose gestellt wird, desto eher lässt sich die Bildung von Metastasen verhindern.

Kostenlose Erstberatung durch unser tierärztliches Team.