Beim Dünndarm des Hundes unterscheidet man verschiedene Darmabschnitte:
In all diesen Bereichen können Tumorbildungen beobachtet werden. Weibliche Tiere haben eine deutlich schlechtere Prognose als männliche.
Übersichtsverzeichnis
Bis zur Vorstellung beim Tierarzt haben die Hunde häufig schon länger andauernde Krankheitssymptome (meist schon 6 bis 8 Wochen lang). Erkrankungszeichen können sein:
Seltener finden sich:
Der häufigste Dünndarmtumor des Hundes ist das Lymphom, andenomatöse Polypen oder Adenokarzinome sind seltender, gleiches gilt für Leiomyome und Leiomyosarkome, Mastzelltumore und sogenannte Karzinoide.
Durch eine klinische Untersuchung kann oft schon ein Hinweis auf die Erkrankung gefunden werden. Durch Abtasten kann eventuell eine Tumorveränderung gefühlt werden. Klarheit bringen dann Röntgen- und Ultraschalluntersuchung. Dabei kann entweder ein solider Tumor oder eine deutliche Verdickung der Darmschleimhaut beobachtet werden. Danach kann versucht werden durch Biopsieentnahme eine genaue Bestimmung des Gewebes zu erreichen. Sollte dies nicht möglich sein, wird eine sogenannte diagnostische Operation (Laparatomie) unternommen. Dabei sollte versucht werden einerseits einen Eindruck über die Ausdehnung des Tumors zu erzielen und andererseits das vorhandene Tumorgewebe chirurgisch zu entfernen.
Wie eben beschrieben sollte eine operative Entfernung des Tumorgewebes erfolgen. Dabei sollten möglichst weite Grenzen (5 cm!) gesetzt werden. Eine Untersuchung der Bauch- und Leberlymphknoten und der Leber selbst sollte Hinweise auf ein Metastasengeschehen geben. Nach der pathologisch-histologischen Untersuchung im Labor mit der endgültigen (bösartigen) Diagnosesollte eine Behandlung mit dendritischen Zellen angeschlossen werden.
Paolini MC et al (2002): Ultrasonographic and clinicopathologic findings in 21 dogs with intestinal adenocarcinoma, DOI: 10.1111/j.1740-8261.2002.tb01050.x